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Ausschreibung: Gender Pricing Studie

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in Öffentlicher Ausschreibung gemäß § 3 Abs. 1 S. 1 VOL/A einen Auftrag zur Durchführung einer Studie zum Thema „Gender Pricing in Deutschland“ zu vergeben.

Unterlagen sind bis zum 14.11.2016 schriftlich, per Fax oder per E-Mail an
zentrale-beschaffung@bafza.bund.de anzufordern.
Fragen sind bis zum 15.11.2016 schriftlich, per Fax oder per E-Mail an
zentrale-beschaffung@bafza.bund.de zu stellen.

Das Thema Gender Pricing ist in den Medien stark präsent und wird in der Öffentlichkeit viel diskutiert. Gender Pricing beschreibt das Phänomen der geschlechtsspezifischen Preisgestaltung bei Produkten und Dienstleistungen. Einzelne Untersuchungen, wie z.B. die der Verbraucherzentrale Hamburg zeigen, dass Frauen insbesondere für Kosmetik- und Pflegeprodukte, für haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Reinigung) sowie für Frisuren zwischen 15% und 94% mehr als Männer bezahlen (Verbraucherzentrale Hamburg 2015). Da Frauen häufig weniger verdienen als Männer, sind sie von höheren Preisen für alltägliche Waren und Dienstleistungen besonders hart getroffen. Gender Pricing betrifft aber nicht nur Frauen, auch Männer können bei Warenpreisen benachteiligt werden (z.B. belegt eine US-Studie Mehrkosten für Männerunterwäsche).
Das AGG verbietet nicht nur Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch im Bereich des Zivilrechts bei sog. Massengeschäften. Während allerdings schon viele empirische Studien zu Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts im Arbeitsmarkt durchgeführt wurden, fehlen wissenschaftliche Untersuchungen zu Diskriminierungen in Waren- und Dienstleistungskontexten. Die hier ausgeschriebene Studie zu Gender Pricing in Deutschland (Arbeitstitel) soll unter anderem einen Beitrag zur Beseitigung der bestehenden Forschungslücken leisten.

Mehr dazu im PDF zur Ausschreibung: genderpricing_studie