Event, General

Jetzt anmelden: Gender und Design in Aktion | Konferenz iGDN & TU Chemnitz

Gender und Design in Aktion: Interdisziplinäre Perspektiven und technologische Interaktionen

30.11. und 1.12.2016, TU Chemitz

Konferenz des international Gender Design
Network /iGDN in Kooperation mit dem
Forschungsprojekt „miteinander“ an der TU Chemnitz

Anmeldung und Informationen > aktion.genderdesign.org
Technik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie durchdringt heute alle Lebensbereiche. Sie tritt uns als intelligente Akteurin zunehmend ebenbürtig gegenüber, denkt mit, unterstützt, bevormundet oder entmündigt. Dabei fließen in Gestaltungsentscheidungen immer auch – bewusst oder unbewusst – geschlechtliche Vorstellungen über die Nutzer_innen und Nutzungskontexte ein: In Gestaltungs-, Nutzungs- und Aneignungsprozessen entscheidet sich im und am Artefakt, was wir sind und wie wir handeln – als vergeschlechtlichte Subjekte und Objekte.
Die Konferenz „Gender in Aktion: Interdisziplinäre Perspektiven und technologische Interaktionen“ will diese bisher immer noch „peripheren Randbezirke“ des digitalen Designs ins Zentrum der Diskussion rücken. Technologie als männliche Kultur, Erfahrungen von im(materieller) Körperlichkeit, Gender-Positionierung sind Fragen, die in vier intensiven Workshops mit unterschiedlicher thematischer Fokussierung adressiert werden sollen.

Arbeitsgruppen zu den Themen:

  • Gender und Interaction Design Research
  • User Experience als Gender Experience
  • Demographischer Wandel unter Gender-Perspektiven
  • Demokatisierung von Technologien – Demokratisierung von Gender

 

Workshops und ModeratorInnen

Gender und Interaction Design Research

Interaction Design ist ein sehr gutes Beispiel für „moving in-between“-Aktivitäten:  Die Beweglichkeit zwischen Designforschung, Designpraxis und Gender ergibt Trajektorien, deren Laufbahnen nicht in eine Richtung zeigen, sondern hin- und her-oszillieren. Mit der rasanten Ausweitung von Technologien auf alle Lebensbereiche gewinnt die Diskussion um die Einbeziehung von Gender-Perspektiven an zunehmender Relevanz: Der Fokus liegt nicht mehr nur auf den Analysen der  unterschiedlichen geschlechterspezifischen Verständnisse und Umgangsweisen von digitaler Interaktion; genauso wichtig ist ein Verständnis dieses Bereichs hinsichtlich Gender-Identitäten: Für wen und in welcher Form werden Technologien gestaltet, die als gender-sensibel zu bewerten sind.
Moderation: Jennifer Schubert, Designforscherin, Doktorandin am Design Research Lab, UdK, Berlin & Dr. Arne Berger, Designer und Designforscher, Leiter Forschungsprojekt „miteinander“, TU Chemnitz.

User Experience als Gender Experience

Hierbei geht es nicht allein um die unmittelbare UX / HCI, sondern auch um die genaue Erfahrung, wie Menschen (und damit unterschiedliche Genders) im Alltag physikalische und immaterielle Artefakte gebrauchen und benutzen.
Moderation: Claudia Herling, Designerin, Mitinhaberin Designbüro „digitale frische“, Köln, Lehrbeauftragte FH Aachen & Kevin Lefeuvre, Produktdesigner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „miteinander“, TU Chemnitz.

Demographischer Wandel unter Gender-Perspektiven

Gegenläufiger könnte die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung nicht sein: Während Afrika der Kontinent mit den höchsten Geburtenraten und einem enormen Bevölkerungswachstum ist, bezeichnet man (post-)industrielle Länder als „schrumpfende und alternde Gesellschaften“. Diese Entwicklung geht mit einer sogenannten „Feminisierung“ einher, die darauf zurückzuführen ist, dass Frauen länger leben als Männer. Die Nutzenden der Zukunft in der westlichen Welt sind somit ältere Frauen! Daraus folgt, dass in der Technologieentwicklung die Aspekte Alter und Geschlecht sowie ihre Wechselbeziehung zueinander – theoretisch, methodisch und praktisch – mit einzubeziehen sind. Konkret geht es dabei um Antworten auf folgende Fragen: Wie sieht das Leben älterer Menschen, explizit das von Frauen aus? Wie kann Technik den Alltag und die soziale Vernetzung und Teilhabe für ein möglichst langes Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen unterstützen? Und letztendlich: Wie können Designer_innen passende Lösungen für eine Zielgruppe gestalten, deren Wünsche, Anforderungen und Lebensumstände sie nicht kennen?
Moderation: Dr. Sandra Buchmüller, Designforscherin und ­Designerin, Köln
& Jane Austin, London.

Demokatisierung von Technologien – Demokratisierung von Gender

Vernetzte Technologien und Daten sind für immer mehr Menschen zugänglich, etwa durch Open Source, Rapid Prototyping, DIY-Techniken.
Dies wirft die Frage auf, inwieweit die zunehmend vernetzte Welt gesellschaftliche Ordnungen auch hinsichtlich vergeschlechtlichter Macht und Ohnmacht reproduziert oder verändert.
Moderation: Michelle Christensen, Soziologin und Designforscherin, Florian Conradi, Designer und Designforscher, beide Design Research Lab, UdK Berlin & Dr. Albrecht Kurze, Informatiker, stellvertretender Leiter des Projekts ­„miteinander“.

Jetzt kostenlos anmelden und Workshop-Platz sichern

mehr Informationen und Pressematerial auf

> aktion.genderdesign.org